Rechtzeitig Namen für den Notfall nennen

Jedem kann es jederzeit passieren, dass er unbedingt auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen ist. Bei amtlich festgestellter Hilfsbedürftigkeit und/oder Geschäftsunfähigkeit ist eine gesetzliche Betreuung vorgesehen. Hat der Betroffene keine Vorsorgevollmacht erteilt, bestimmt das Gericht einen Betreuer.

Mit einer Betreuungsverfügung lässt sich allerdings verhindern, dass zum Bespiel eine völlig fremde Person zum Einsatz kommt. Oder eine aus dem zwar familiären oder privaten Umfeld, die man aber partout nicht mag. In der betreffenden Verfügung kann rechtzeitigfestgelegt werden, wer im Notfall zum Betreuer bestellt werden soll – und wer nicht. Das zuständige Betreuungsgericht ist gehalten, die Verfügungen zu berücksichtigen und umzusetzen. Das kann es aber nur, wenn es davon weiß.

In der Betreuungsverfügung kann festgelegt werden, wer im Notfall zum Betreuer bestellt werden soll .

Wem beim Erteilen einer weitreichenden Vorsorgevollmacht nicht wohl ist, sollte im ureigensten Interesse zumindest eine Betreuungsverfügung erstellen. Darin kann unter anderem auch geregelt werden, ob im Pflegefall eine häusliche Versorgung oder die Verlegung in ein entsprechendes Heim erfolgen soll. Die bevorzugte Einrichtung kann ebenfalls angegeben werden. Es kann darüber hinaus auch zum Beispiel festgelegt werden, welche Wünsche und Gewohnheiten der Betreuer bitte respektieren soll.

Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung überschneiden sich teilweise. Wichtig zu wissen: Der Betreuer wird vom Gericht kontrolliert und darf auch erst handeln, wenn er offiziell eingesetzt ist. Es reicht übrigens nicht aus, pauschal anzugeben, dass man keinen „Fremden“ oder „Unbekannten“ als Betreuer haben möchte. Hier müssen explizit bestimmte Personen benannt werden, die auf keinen Fall oder das persönliche Wohl und Wehe entscheiden sollen.

Der Ratgeber „Alles geregelt!“ informiert auch ausführlich über die Betreuungsverfügung.